Die im Jahr 2016 neugegründete Fachabteilung für interventionelle und operative Gefäßmedizin behandelt an beiden Standorten der Kliniken an der Paar heimatnah und professionell Patienten, die an Erkrankungen des Kreislaufsystems leiden. Die Gefäßmedizin diagnostiziert und behandelt hierbei Erkrankungen der Gefäße, d. h. vorwiegend der Arterien und der Venen. Die interdisziplinäre Fachabteilung arbeitet eng mit anderen Abteilungen zusammen - insbesondere der Radiologie, der Inneren Medizin und der Chirurgie.

Der Hauptstandort für minimal-invasive und operative Eingriffe ist das Krankenhaus Aichach, da hier mit der bestehenden Herzkatheteranlage und den vorhandenen OP-Kapazitäten optimale logistische Voraussetzungen bestehen.

In beiden Kliniken sind die diagnostischen Untersuchungsmöglichkeiten wie z. B. die Doppler- und Duplexsonographie sowie die Computertomographie (CT) vorhanden. Die klinische Untersuchung und Beratung übernehmen erfahrene Gefäßchirurgen, wobei sie sowohl am Krankenhaus Aichach als auch am Krankenhaus Friedberg die fachliche Konsultation anbieten.

Es besteht außerdem eine enge Kooperation mit der Klinik für Gefäßchirurgie im Klinikum Augsburg (Chefarzt Prof. Dr. Hyhlik-Dürr), der Klinik für Diagnostische und  Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie (Prof. Dr. Kröncke / Prof. Dr. Berlis) und der Klinik für Herzchirurgie (Prof. Dr. Beyer)  sowie Herrn Dr. J. Röling, Facharzt für Innere Medizin mit Schwerpunkt Anigologie im Ärztehaus Vincentinum in Augsburg. In diesem Rahmen besteht die Möglichkeit zur individuellen interdisziplinären Befundbesprechung und Therapieplanung.

 

Ärztlicher Leiter
Ärztlicher Direktor



Dr. med. Giesbert Leissner

Ärztlicher Direktor
Facharzt für Diagnostische Radiologie und Facharzt für Chirurgie
Notfallmedizin
DeGIR Ausbilder Modul A/B/C/D

Spezialisierung:
Diagnostische Duplexsonographie
Diagnostik und minimalinvasive Therapie des Gefäßsystems
Diagnostische und therapeutische CT-gesteuerte Punktionen
Diagnostik und Therapie von Gefäßmalformationen

 

Sekretariat

Gerlinde Detter
Maria Regau

Tel.: 08251 909 217
Fax: 08251 909 328
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Ärztliche Mitarbeiter



Dr. med. Jürgen Neu
Oberarzt
Facharzt für Chirurgie, Facharzt für Gefäßchirurgie,
Notfallmedizin

Spezialisierung:
Shuntchirurgie
Bypasschirurgie
Implantation von venösen Katheterverweilsystemen (Port, Demers, Hickman)
Amputationschirurgie

Dr. med. Fotios Tsounis
Oberarzt
Facharzt für Gefäßchirurgie
Endovaskulärer Chirurg (DGG)

Spezialisierung:
Duplexsonographie des Gefäßsystems
Shuntchirurgie
Bypasschirurgie
Varizenchirurgie

 Leistungsspektrum

Das diagnostische und therapeutische Spektrum umfasst die Erkrankungen des Arterien- und Venensystems. Insbesondere folgende Krankheitsbilder:

  • Verschlussprozesse der Becken- und Beingefäße -> pAVK (periphere arterielle Verschluss-Krankheit)
  • Diabetisches Fußsyndrom -> DFS und Behandlung chronischer Wunden
  • Krampfadern -> Varikosis und Folge von Venenthrombosen (postthrombotische Krankheitsbilder)
  • Venöse Zugänge -> Shunt bei Dialysepatienten und alle Arten von venösen Verweilkathetern (Portkatether)
  • Diagnostik und Therapie angeborener und erworbener vaskulärer Malformationen
  • Diagnostik bei Erweiterungen der Hauptschlagader -> Aortenaneurysma im Brust- und Bauchbereich
  • Diagnostik bei Verengungen der Halsschlagader -> Carotisstenose

Diagnostik

  • Dopplerdruckmessung
  • Sonographie / FKDS (Farbcodierte Duplexsonographie)
  • TCPO2 Messung (Messung der transcutanen Sauerstoffsättigung)
  • Computertomographie (CT) mit CT-Angiographie und CT-Phlebographie
  • Magnetresonanz (MR)-Angiographie (in Kooperation mit der radiologischen Praxis Dr. Zentner in Friedberg)
  • Angiographie (Darstellung von arteriellen Gefäßen mit Kontrastmittel und Durchleuchtung)
  • CO2 Angiographie (Darstellung von arteriellen Gefäßen mit Kohlendioxid und Durchleuchtung bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion)
  • Phlebographie (Darstellung von venösen Gefäßen mit Kontrastmittel und Durchleuchtung)

Minimalinvasive / Endovaskuläre Therapie

  • PTA (Perkutane transluminale Angioplastie = Aufdehnung mit Ballonkatheter) mit oder ohne Stent
  • PTA mit medikamentenbeschichtetem Ballon
  • Stentimplantation
  • Stentgrafimplantation (Einbringen einer beschichteten Gefäßprothese = innerer Bypass)
  • PAT + Lyse (Perkutane Aspirationsthrombektomie = Absaugen und Auflösen von Gerinnseln)
  • Rotarexthrombektomie (Absaugen von nicht mehr ganz frischen Gerinnseln mit speziellem Rotationskatheter)
  • Sklerosierungsbehandlung (Verödung von insbesondere reticulären Varizen / "Besenreiser")
  • Sklerosierung   (Verödung) von Gefäßmalformationen unter Ultraschall- und Durchleuchtungskontrolle

Operative Therapie

  • TEA (Thrombendarteriektomie = Ausschälplastiken)
  • Bypass mit körpereigener Vene oder Kunststoff
  • Embolektomie (Entfernung von Gerinnseln)
  • Moderne Verbandstechniken wie
     Vakuum-Therapie
     Schaumplatten- / Hydrokolloid-Verbände
  • Madentherapie
  • Klassische Strippingverfahren und Crossektomie
  • Miniphlebektomie (Entfernung von Krampfadern über Minischnitte)
  • Shuntanlage mit köpereigenen Venen und Arterien (Ciminoshunt, Ellenbeugenshunt)
  • Shuntanlage mit Kunststoffprothesen (Loop- oder Straightshunt aus PTFE)
  • Anlage von venösen Verweilkathetern wie Port-, Demers- oder Hickman-Katheter
  • Anlage von CAPD-Kathetern zur Peritonealdialyse

Indirekt revaskularisierende Maßnahmen

  • Prostavasintherapie (medikamentöse Therapie zur Erweiterung kleinster Arterien)
  • Lumbale Sympatikolyse (CT-gesteuertes Verfahren, bei dem örtliches Betäubungsmittel in die direkte Umgebung eines Nervengeflechtes im Lendenbereich gespritzt wird)
  • Konservative Therapie: Anleitung und Begleitung einer nicht-operativen Therapie
  • Kompressionstherapie

Kooperationen

  • Hausübergreifende individuelle Befundbesprechung und Therapieplanung im Rahmen der Kooperation mit der Klinik für Gefäßchirurgie, Klinik für Herzchirurgie und Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie im Klinikum Augsburg
  • Fachübergreifende Zusammenarbeit und Problembehandlung mit den kardiologischen und nephrologischen Kollegen im Haus, sowie den angiologischen, diabetologischen und radiologischen Kooperationspartnern
  • Teilnahme an der Qualitätssicherung der DeGIR - Zertifikat 2016

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