Krankenhaus Aichach

Der geriatrische Schwerpunkt an den Kliniken an der Paar ist die Orthogeriatrie, die als spezialisiertes Fachgebiet innerhalb der Akutgeriatrie verstanden wird. In der Orthogeriatrie kooperieren Geriatrie und Traumatologie miteinander, um eine optimale Genesung und Selbstständigkeit der Patienten zu fördern und Komplikationen zu vermeiden.

In den Kliniken an der Paar befasst sich die Orthogeriatrie mit der operativen Versorgung älterer Patienten mit Unfallverletzungen wie zum Beispiel hüftnahen Oberschenkelfrakturen. Hüftnahe Oberschenkelfrakturen wirken sich besonders gravierend auf die Lebensqualität insbesondere von älteren Menschen aus, da sie zu sofortiger schwerer Immobilität und Verlust der Selbstständigkeit führen. Bei typischer vorbestehender geriatrischer Multimorbidität (Mehrfacherkrankungen) sind ältere Menschen besonders von Komplikationen gefährdet und haben es besonders schwer, sich davon zu erholen und auf ihr körperliches Ausgangsniveau zurückzukehren.

 

Chefärztin

tobias koehler 

Dr. med. Birgit Hofberger

Fachärztin Neurologie
Zusatzbezeichnung Geriatrie, Reha-Medizin, Sozialmedizin

Sekretariat

Frau Edith Fischer

Tel.:   +49 (0)821 - 6004 839
Fax:   +49 (0)821 - 6004 439
E-Mail:      Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

 

 

Kernpunkte der Orthogeriatrie

  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit: Die beiden ärztlichen Fachdisziplinen Unfallchirurgie und Geriatrie arbeiten tagtäglich eng zusammen.

  • Multiprofessioneller und ganzheitlicher Behandlungsansatz: Neben Ärzten arbeiten viele weitere Berufsgruppen wie Pflege, Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Sozialarbeiter, Ernährungsberatung im sogenannten geriatrischen Team eng miteinander. Die Behandlung konzentriert sich dabei nicht nur auf das verletzte Gelenk, sondern fokussiert auf den gesamten Patienten mit all seinen Problemen und Bedürfnissen.

  • Umfassendes Assessment: Bei Aufnahme führen ein Geriater gemeinsam mit dem multiprofessionellen Team ein umfassendes Assessment anhand von Fragebögen, körperlichen Untersuchungen und Funktionstests durch. Hierdurch erhalten alle Teammitglieder einen umfassenden Überblick über noch bestehende individuelle Ressourcen als auch körperliche und psychische Defizite eines Patienten. Anhand dieses Wissens wird im geriatrischen Team ein individueller Behandlungsplan für jeden Patienten erstellt. Zudem beurteilt der Geriater kritisch den Medikamentenplan und optimiert diesen bei Bedarf mit dem Ziel, eine altersadäquate medikamentöse Therapie anzubieten.

  • Durch eine frühzeitige operative Versorgung innerhalb von 24 Stunden und früher Mobilisierung der Patienten im Rahmen einer umfassenden geriatrischen Therapie beugen wir gefährlichen Komplikationen (Thrombosen, Lungenentzündungen) vor. Besondere Beachtung finden zudem die Sturz- und Delirprophylaxe, da diese beiden Komplikationen den postoperativen Verlauf besonders gefährden.

  • Behandlung spezifischer geriatrischer Bedürfnisse z.B. Ausgleich einer Mangelernährung als Voraussetzung für eine rasche und gute Wundheilung sowie körperliche Stärkung durch Muskelaufbau.

 

Ziele der Orthogeriatrie

  • Schnellstmögliche Wiedererlangung der Mobilität, Gehfähigkeit und Selbstständigkeit im Alltag
  • Vermeidung bzw. Verringerung von Pflegebedürftigkeit
  • Optimale Vorbereitung auf die angestrebte Rückkehr ins gewohnte Umfeld (z. B. durch Hilfsmittel, Beantragung von Reha-Maßnahmen etc.)
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