Krankenpflege verstehen wir als personengebundene Dienstleistung.
Zum Selbstverständnis der Krankenschwestern und Krankenpfleger in den Kliniken an der Paar gehört, dass sich Krankenpflege an den Grundbedürfnissen der Menschen orientiert und nicht an einzelnen gestörten physischen Funktionen. Unser Patient wird in seiner ganzheitlichen Individualität wahrgenommen und akzeptiert, seine Autonomie in körperlicher und psychosozialer Weise mit hoher menschlicher Zuwendung bestmöglich gefördert. Dabei ist immer die Selbstbestimmung, der Lebensstil und der Kulturkreis sowie die Eigenkompetenz des Patienten zu respektieren.
Die wichtigste Aufgabe der Pflegenden besteht in der unmittelbaren Betreuung, Beratung und Versorgung von kranken und hilfsbedürftigen Menschen und ihren Angehörigen.
Vor diesem Hintergrund beinhalten die Tätigkeitsfelder des Pflegedienstes insbesondere
- Probleme und Ressourcen der uns anvertrauten Menschen orientiert an ihren körperlichen, geistigen, seelischen und sozialen Bedürfnissen zu erkennen   und zu beurteilen,
- unter Einbeziehung dieses Wissens, individuelle und ganzheitliche Pflege zu planen, durchzuführen und auszuwerten
- und bei der Wiedereingliederung des Patienten mitzuwirken.
Als mündiger Partner wird der Patient dabei nach Möglichkeit immer auch aktiv in den Pflegeprozess einbezogen. Liegt die Genesung nicht im Bereich des Möglichen, so leistet auch der Pflegedienst - seiner spezifischen humanitären Zielsetzung folgend - einen Beitrag, um Leiden zu lindern und den Patienten fürsorglich zu begleiten.

Pflegedirektion

Fr. Ulrike Gastl

Ulrike Gastl
Pflegedirektorin

Stellvertretung

Rita Rößle
Michael Breitruck

Telefon:  +49 (0)821 - 6004 360 bzw. +49 (0)8251 - 909 282
Telefax:  +49 (0)821 - 6004 354 bzw. +49 (0)8251 - 909 283
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Pflegekonzept

Unser Pflegekonzept orientiert sich an den Vorgaben der Bereichspflege.

Die Bereichspflege ist eine Form der Arbeitsorganisation, die eine eindeutige Zuordnung einer bestimmten Anzahl von Patienten zu einer Pflegeperson vorsieht. Die Pflegeperson übernimmt dabei über einen längeren Zeitraum eigenverantwortlich die Patientenbetreuung.

Der Leitgedanke dieses Arbeitsprinzips stellt den Patienten stärker als bei anderen Pflegekonzepten in den Mittelpunkt und ist von unserem menschenorientierten Pflegeverständnis geprägt.

Wichtige Voraussetzung für dieses Pflegekonzept ist unser Patientendokumentationssystem. Die Bereichspflege fördert zudem die Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter sowie die Anleitung und Einarbeitung von Lernenden.

Pflegemodell

Kennzeichnend für die Krankenpflege in unserem Hause ist jeweils ein individueller, pflegewissenschaftlich abgesicherter Prozess. Die Stufen dieses Pflegeprozesses sind Einschätzung der Probleme und Ressourcen, Zielvereinbarungen, Planung der Maßnahmen sowie Durchführung und Auswertung der Pflege, wobei jeweils immer das Potential des Patienten einbezogen wird.

Wir folgen damit dem Wandel der Patienten-Rolle vom Konsumenten medizinischer Dienstleistungen zu einem Koproduzenten und Partner im Hinblick auf seine Gesundung.

Pflegeüberleitung

Die Pflegeüberleitung ist ein integraler Bestandteil des Pflegeprozesses. Im Rahmen der Pflegeüberleitung werden frühzeitig berufsgruppenübergreifend alle für die Entlassung oder Verlegung des Patienten relevanten Daten erfasst und dokumentiert. Unter Einbeziehung des Patienten, seiner Bezugspersonen und seiner Angehörigen werden Ratschläge für poststationäre Pflegemaßnahmen erarbeitet und Selbsthilfegruppen empfohlen. Auch werden hausintern Kurse für pflegende Angehörige angeboten.

Um die therapiefreie Nachsorge sicherzustellen, arbeiten wir mit den im Landkreis vorhandenen Pflegediensten eng zusammen. Die Übernahme der Patienten in die häusliche pflegerische Versorgung wird mittels gemeinsam erarbeiteter Vorgänge bereits vor der geplanten Entlassung gesteuert. Für die Pflege relevanter Daten werden den Angehörigen bzw. Pflegediensten der ambulanten und stationären Weiterversorgung mittels erarbeiteter Verlegungsprotokolle mitgegeben und so die Nahtlosigkeit der pflegerischen Versorgung sichergestellt.

Mitarbeiterorientierung

Die Mitarbeiterorientierung zählt zu den wichtigsten Richtgrößen des Pflegemanagements. Dazu gehört die Gestaltung eines Arbeitsumfeldes, in dem man sich als Mitarbeiter gesund und wohl fühlt, was sich dann gleichfalls unmittelbar auf die Qualität der Patientenbehandlung auswirkt. Der direkten Gesundheitsfürsorge für Mitarbeiter wurde zum Beispiel durch Investitionen in Gruppenschulungen zu Präventivkonzepten, ergonomische Arbeitsgeräte und Arbeitsbedingungen Rechnung getragen.

Zunehmend etablieren sich in den Abteilungen auch berufsübergreifende Projekte und Arbeitsgruppen zur Förderung der Selbstbestimmung von Teams.

Ein multiprofessionelles Fortbildungsgremium ermittelt von Mitarbeitern abteilungsbezogen Themenwünsche, so dass ein bedarfs- und zielorientiertes Jahresprogramm hausintern angeboten werden kann. Externe Schulungen ergänzen die Fortbildungsangebote.

Kontinuierlich werden Mitarbeiter für Fach- oder Leitungsaufgaben auch in externen Weiterbildungsinstituten qualifiziert.

Neue Mitarbeiter und Berufswiedereinsteiger werden durch einen Paten systematisch durch ein eigens entworfenes Programm in ihren jeweiligen Aufgabenbereich eingearbeitet. Stellenbeschreibungen und Anforderungsprofile geben Kenntnis über Aufgaben- und Verantwortungsprofile. Zweimal jährlich stattfindende Einführungsveranstaltungen für neue Mitarbeiter aller Dienstarten fördern zudem die berufsgruppenübergreifende Kommunikation und Integration.

Intensivstation  Schwester mit Kind  Schwester mit Patientin  Schwester und Schülerin